Erste Begegnung mit Südostasien

Die erste Begegnung mit Südostasien

Autor Eva Galvan-Wagener

Auf der etwa zweistündigen Fahrt in die Stadt war ich ein wenig von Bangkok enttäuscht.

Eine breite Straße, große graue Häuser mit Reklameschildern – kein einziger Tempel weit und breit. Ich komme mir vor wie in einer tristen amerikanischen Großstadt, in einem Vorort am Rande der City.

Als wir dann aber den Bus verließen und den restlichen Weg zur Khaosan Road laufen mussten, wurde es schon asiatischer.

Kleine Gassen, vollgestellt mit Essenständen und Waren, die zu verkaufen sind erschweren uns den Weg. An ein Laufen auf dem ohnehin chaotischen Gehweg ist mit unseren großen Rucksäcken gar nicht zu denken. Immer wieder bleiben wir an irgendwelchen Gegenständen hängen und müssen auf die Straße – dort herrscht lückenloser Verkehr.

Unsere erste Übernachtung hatten wir in My House für 270 Baht, was uns sehr günstig erschien. Nach unserer Reise nun wissen wir, dass es eine der teuren Unterkünfte war. Aber entgegen der über 1000 Baht teuren Zimmer, die unser Reiseveranstalter aus Deutschland zu bieten hatte, war das ein Schnäppchen. Natürlich mussten wir Abstriche im Luxus machen; die Dusche war nur ein neben dem Waschbecken angebrachter Duschhahn, was zur Folge hatte, dass nach dem Duschen die Toilette unter Wasser stand. Was mir mehr zu schaffen machte, war allerdings, dass es nur kaltes Wasser gab – aber schließlich waren wir ja auch Traveller und keine Pauschaltouristen.

Die Umgebung der Khaosan Rd. ist für Traveller beinahe unerlässlich. Neben einer Vielzahl von günstigen Unterkünften und Angeboten für die Weiterreise, (egal wohin) mit Beschaffung der Visa für andere Länder, kann man sich hier mit allem eindecken; vom Kitsch bis zu einer guten Ausrüstung.

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Es hat sehr gute Essenstände in dieser Gegend, an denen feine Gerichte für wenig Geld, auch für den europäischen Magen geeignet, angeboten werden. In einigen Reiseführern wird wegen der mangelnden Hygiene davor gewarnt, an solchen Ständen zu essen. Wir können nicht abraten, da wir nur gute Erfahrungen gemacht haben. Das Essen war gut, billig und abwechslungsreich. Aber auch wir finden eine Hepatitis-Impfung für unerlässlich, denn man kann dieser Versuchung auf so einer Reise nur schwer widerstehen. Selbst Claudia, die sich anfangs noch dagegen sträubte und an die Warnung dachte wurde schwach, als sie die gekochten und gegrillten Maiskolben sah, die vielen Fleischspieße mit Huhn, Rind, Schwein oder Fisch und zwischendrin ein bisschen Paprika, die verschiedensten Nudelgerichte und Suppen…

Es muss schon jeder für sich selbst abwägen, ob man die Umstellung verträgt. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte sich nicht gleich auf alles stürzen, sondern sich langsam an die fremde Küche herantasten. Manches ist auch sehr scharf und das ist auch nicht jedermanns Geschmack.

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