Fröhliche Menschen fahren an uns vorbei und winken. Es ist heiß und staubig und die Warterei macht müde. Immer wenn wir unsere Handzeichen geben, antworten sie mit denselben oder strecken in westlicher Manier den Daumen entgegen. Anscheinend haben sie noch nicht viele Tramper gesehen und wir sind eine Attraktion für sie. Aber mitnehmen tun sie uns nicht.
So warteten wir weiter in einer Affenhitze auf den Bus, der uns dann endlich nach Chiang Mai brachte.

Chiang Mai ist das Herz des Nordens. Mit etwa 200 000 Einwohnern ist die „Rose des Nordens“, wie Chiang Mai noch genannt wird, eine moderne Hauptstadt geworden. Hochhäuser lassen zum Teil die Tempel unter sich verschwinden und Holzhäuser, die einst das Stadtbild prägten, sind oft nur noch durch schmale Gassen zu erreichen. Trotzdem kann man noch in einigen der friedlichen, uralten Tempelanlagen seine Ruhe finden.
Nirgendwo sonst gibt es in Thailand ein größeres und vielfältigeres Angebot an Aktivitäten.
Das reicht von Sprachkursen über geführte Radtouren in Stadt und Umgebung, Massagekursen, Kochkursen, Trekkingtouren, …bis zu Meditationskursen in einem Kloster.
In Chiang Mai herrscht ein Überangebot an Unterkünften, das lässt die Preise purzeln. So kann man für wenig Geld eine gute Unterkunft bekommen und bei längerem Aufenthalt kann man auch in Hotels Sonderpreise aushandeln.
Chiang Mai war für uns die freundlichste und liebenswerteste Großstadt Thailands. Das Flair dieser Stadt machen ohne Zweifel die Altstadt, die Märkte und ihre Menschen aus.


Chiang Mais Altstadt gleicht einem Quadrat und ist von einem Wassergraben und einer Stadtmauer umgeben, von der allerdings nur noch Teile erhalten sind.


In sämtlichen Himmelsrichtungen sind Tore und nur durch die konnte man früher in die Innenstadt gelangen – zum Norden das Chang Puak Gate, zum Süden das Chiang Mai Gate, zum Osten das Tapae Gate und zum Westen das Suan Dok Gate.

Von den etwa 80 Tempeln liegen mehr als ein Drittel in diesem Teil der Stadt. Wenn man gut zu Fuß ist, kann man die Altstadt am besten auf „Schusters Rappen“ erkunden, ansonsten ist ein Moped von Vorteil, dann kann man auch noch die außerhalb liegenden Tempelanlagen besuchen.
Innerhalb dieses Quadrats und in der Nähe außerhalb liegen auch die besten Unterkünfte, die mit ordentlichen, preiswerten Zimmern und gut organisierten Touren Chiang Mai so interessant für den Traveller machen – aber Vorsicht!
Es gibt auch andere. Nicht allen glauben und Zimmer besichtigen.
Viele Tuk-Tuk Fahrer versuchen, einen an ein Hotel zu bringen. Das ist nicht das schlechteste, wir haben in Chiang Mai gute Erfahrungen damit gemacht.
Zu warnen ist noch vor den billigen Bussen, die einen von Bangkok nach Chiang Mai befördern und ihre „Vertragshotels“ anfahren.
Wenn man übermüdet im Norden ankommt, nimmt man gerne jedes Zimmer in Kauf – und diese sind oft überteuert.
Ansonsten heißt’s Augen auf – dann wird’s schon klappen!
Tweet